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Hilton Theissen
Hilton ist seit 30 Jahren professionell als Musiker und Komponist, sowie seit 20 Jahren als Musik Produzent tätig. Seine Bandprojekte ließen ihn sowohl in der Metal, Trance, Indie als auch Pop Szene ausgiebige Erfahrungen sammeln. Als Songwriter und Producer für Labels, Unternehmen und renommierte Verlage wie die BMG, Universal Music Group, Imagem und Bosworth entwickelte er Themen für Paco Rabanne, ARAL, Ratiopharm sowie Luxembourg’s Next Popstar und arbeitete mit Künstlern wie Sash, Joachim Witt, Jan Koemmet (Accept), La Honda (feat. Eko Fresh, Azad und Xatar) Mark Gemini Twaithe (The Mission, Tricky, Peter Murphy) und Paul Raven (Killing Joke, Ministry, Prong).

2 Antworten

  1. Hier mein Beitrag zum Speaker 5: Adam D3V.

    Nachdem im Internet diese Lautsprecher von vielen hoch gelobt werden, leistete ich mir die D3V. Mein Ziel war, meine Logitech-PC-Lautsprecher zu ersetzen. Über diese höre ich meine Mixe zum Schluss noch schnell, um zu sehen, wie sie Leute mit PC-Lautsprechern hören werden. Meine ausschliessliche Hauptabhöre sind die KSD A200 MK2 in etwa 160cm Abhör-Dreieck, in akustisch optimiertem Raum. Die Adams stehen im etwa 70cm Dreieck. Ein (zwar unfairer) Vergleich drängte sich auf. Ich wollte wissen, wie gross die Unterschiede zu den 20x teureren KSD-Monitoren ist.

    Höhen: Die zweifellos guten Bändchen-Adam-Hochtöner machen vermutlich einen guten Job, denn die Stereo Ortung – sowohl von links bis rechts, wie auch in der Raumtiefe ist sehr gut. Im Vergleich zu den KSD-Monitoren ist aber eine Art akustischer Schleier über dem Adam-Klang. Zusätzlich vermag sich der Adam-Klang nicht von den Lautsprechern zu lösen. Er kommt immer vom Lautsprecher links und rechts. Bei den KSDs bleibt bei einem guten Mix nur der Klang. Er scheint nicht aus den zwei Monitoren zu kommen, sondern steht einfach losgelöst im virtuellen Raum.

    Mitten/Tiefen: Die Mitten sind relativ undefiniert bei den ADAMs, vermutlich auch deshalb, weil die „Tieftöner“ schon bei Zimmerlautstärke grosse Bewegungen machen müssen. Was die Tiefen anbelangt sind die D3V zuerst mal richtige Angeber. Aber ihnen geht schnell die Luft aus. So mal „ein bisschen laut“ können sie nicht. Müssen sie vielleicht auch nicht…?

    Kann man mischen mit den D3V?
    Was die ganzen Datenblätter und die tollen Feedbacks nicht sagen: Die D3V sind absolute Schönklinger. Ganz à la Hifi-Lautsprecher klingen sie eigentlich immer gut. Während meine KSD eine Schärfe im Mix deutlich anzeigen, bei den ADMS ist alles in Ordnung. Zeigen die KSD etwas Mumpf im Klang, die ADAMs zeigen das einem überhaupt.

    Fazit:
    + Die ADAMs sind ihr Geld sicher wert.
    + Sie haben einen schönen, beeindruckenden Klang und man würde ihnen nicht geben, dass sie so tief hinunter spielen.
    + Sie können, vermutlich dank ihrer Hochtöner, Stereoaufgaben relativ gut lösen und aufzeigen.
    – Sie können nicht laut. Besonders bei Aufgaben mit etwas mehr Bass. Ein Studiomonitor sollte gewisse Reserven haben.
    – Sie haben trotz grossem Frequenzumfang den „Kleinboxenklang“ – vor allem fällt das auf im Vergleich mit grossen Monitoren.
    – – Sie sind absolute Schönklinger. Klang-Fehler im Mix zeigen sie nicht oder jedenfalls kaum auf.

    Ich würde die D3V für Mischaufgaben nicht verwenden. Bei mir sind die D3Vs unterdessen beim Herstellen von Videos oder anderen reinen Abhör- oder Kontrollaufgaben im Einsatz. Sie ermüden nicht und brauchen wenig Strom, auch wenn sie den ganzen Tag laufen.
    Eine Variante beim Mischen wäre ventuell: Kopfhörer für Klang- und andere Mischaufgaben verwenden, D3V für Stereo-Aufgaben im Mix.
    Sorry, wenn ich etwas lang wurde.

    Mit besten Grüssen
    Beat Kaufmann

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