Klang, Tragekomfort und Praxistauglichkeit: Wir haben den neuen Sennheiser HD 480 PRO getestet. Im Video klären wir, was dieser geschlossene Kopfhörer beim Recording & Mixing im Studio wirklich kann.
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Video-Transkript
Heute schauen wir uns den Sennheiser HD 480 Pro Kopfhörer an. Das ist ein geschlossener Studio-Kopfhörer von Sennheiser. Ich würde sagen, das ist die geschlossene Variante vom Sennheiser HD 490 Pro, der ja auch schon sehr, sehr beliebt ist. Mir hat er ziemlich gut gefallen. Wir schauen uns das jetzt mal ein bisschen genauer an.
Simon, du hast gestern den ganzen Tag damit gearbeitet und konntest ein bisschen vergleichen. Was ist dir klanglich aufgefallen?
Ja, als Erstes ist mir klanglich aufgefallen, dass der Kopfhörer für einen geschlossenen Kopfhörer sehr, sehr linear abbildet. Also, man kann darauf wirklich sehr gut Klänge beurteilen, Frequenzgänge beurteilen. Das ist mir so zuerst aufgefallen, weil man das eben von anderen geschlossenen Modellen, die man so verwendet oder im Alltag benutzt, nicht kennt.
Die sind dann oft vielleicht ein bisschen verdreht oder manche haben auch einfach mega viele Bässe, dann fehlt da so ein bisschen die Präzision.
Die Bässe finde ich hier auch sehr gut, die sind da auf jeden Fall.
Okay, also auch für elektronische Genres ist da genug.
Ja, absolut. Und auch zum Hören allgemein, also zum Konsumieren, Musik konsumieren, geht damit, denke ich, auch sehr gut. Sehr neutral, würde ich sagen. Ansonsten habe ich die Kopfhörer auch mit unseren Geithains gegengehört in der anderen Regie drüben, weil ich die eben auch besser kenne. Und da ist mir auch aufgefallen, dass die räumliche Abbildung sehr, sehr gut funktioniert. Tiefenstaffelung lässt sich darüber sehr, sehr gut beurteilen.
Was auch nicht unbedingt typisch ist für geschlossene Kopfhörer. Die haben dann oft nur eine kleine Bühne oder so, oder es fehlt vielleicht so ein bisschen die Präzision, um das so richtig abzubilden, was da in der Tiefe passiert.
Genau.
Ja, das ist mir auch aufgefallen, dass es sehr gut funktioniert. Ich denke, es hängt zum Teil auch mit der guten Impulstreue von dem Kopfhörer zusammen. Dadurch, dass einfach die Treiber so schnell agieren können, kann man eben auch eine Räumlichkeit so schön abbilden. Auch eine Snare oder so. Man merkt direkt, dass die Impulse wirklich da sind und dann kann man damit eben auch arbeiten, wie es eben auch auf guten Studio-Lautsprechern der Fall ist.
Ja, und auch so kleine Details, wie jetzt mal ein subtil hinzugemischter Schellenkranz oder so, der jetzt im Auto, wenn man das im Auto konsumiert, dass das gar nicht so auffällt.
Ja genau, der würde dort untergehen, aber hier hört man ihn halt.
Hier hört man ihn und man kann ihn auch wirklich sehr präzise lokalisieren, von der Lautstärke gut abstimmen. Ja, definitiv ein Bonus an den Kopfhörer, finde ich. Gefällt mir sehr gut.
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Ja, vom Tragekomfort her hat mir der Kopfhörer eigentlich auch sehr, sehr gut gefallen. Er wiegt ca. 270 g, ist damit eigentlich ein relativ leichter geschlossener Kopfhörer, würde ich sagen. Was z. B. auch cool ist: Die Polster sind super soft, fühlt sich richtig gut an, kann man den ganzen Tag tragen. Die Ohrmuscheln kann man drehen, was eben auch dafür sorgt, dass er sich gut an den Kopf anpasst, aber auch gut ist, wenn man den verpackt. Man kann das Kabel abnehmen, austauschen, wenn es mal kaputt sein sollte. Man kann es sogar auf die andere Seite bauen, was ich auch cool finde. Wenn da irgendwie beim Recording oder so, wenn man das mal auf der anderen Seite braucht, kann das echt richtig hilfreich sein. Wo würdest du den Kopfhörer einsetzen?
Da er geschlossen ist, ist er prädestiniert für Recordings. Wenn man jetzt Gesang aufnimmt oder eine Akustikgitarre und so weiter, vermeidet man eben durch die Bauweise einfach Übersprechungen in das Mikrofon, was eben auch für eine cleane Aufnahme einfach sorgt.
Und von der anderen Seite, glaubst du, man könnte es auch beim Drum-Recording einsetzen?
Absolut. Er schirmt auch andersherum genauso gut ab, also auch allgemein Arbeiten in lauten Umgebungen, mal von Recording abgesehen. Ich meine, die DAW macht es möglich, dass man eben unterwegs auch arbeitet, mal im Zug irgendwie, wo es dann doch laut wird stellenweise. Ich denke, dass man hier dann auch eben einen ganz guten Kompromiss findet zwischen jetzt irgendeinem Noise-Cancelling-Kopfhörer oder eben einem guten Studio-Kopfhörer, auf dem man auch wirklich gut arbeiten kann, wenn man mischt.
Ja, und einen offenen Kopfhörer kannst du ja zum Beispiel in der Bahn komplett vergessen. Da muss man dann eben schon zu geschlossenen greifen und ich denke, da wird er sich hier auch gut positionieren.
Der Kopfhörer hat eine Impedanz von 130 Ohm. Ist jetzt nicht besonders hoch oder besonders niedrig, aber sorgt auch dafür, dass man den an allen möglichen Geräten anschließen kann. Also, man braucht nicht unbedingt einen super guten Kopfhörerverstärker. Du kannst ihn auch mal am Laptop unterwegs anschließen, da kommt immer noch genug Pegel raus und der klingt auch dabei noch gut. Insofern, ja, sehr vielseitig einsetzbar, würde ich auch an der Stelle sagen.
Insgesamt also ein absolut guter Kopfhörer, auch super flexibel einsetzbar: Recording, Mixing, Mastering, auch unterwegs durchaus einsetzbar. Also, wenn ihr die Möglichkeit habt, hört doch mal rein in den Kopfhörer oder wenn ihr Fragen habt, schreibt sie uns gerne in die Kommentare.
Das wäre es soweit von uns. Ich würde sagen, bis zum nächsten Video. Macht’s gut. Ciao.


