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Bastian Wagner

Warum das HOFA College?
Die HOFA hat einen guten Namen und steht für Qualität. Meine Erwartung war, dass die Tutoren hier nicht nur Tutoren sind, sondern viel Praxiserfahrung mitbringen. In einschlägigen Foren habe ich mich informiert – natürlich gibt es Konkurrenz zum HOFA College, diese ist aber der allgemeinen Meinung nach nicht wirklich empfehlenswert. So habe ich auf den guten Namen der HOFA und die Meinungen vieler anonymer Internetnutzer vertraut und meine Ausbildung im HOFA-College begonnen.
Praxiserfahrung durch Praxismischungen
Neben dem Namen der HOFA und den Meinungen der „Anderen“ hat mich am Konzept der HOFA Ausbildung die Sache mit den „Praxismischungen“ besonders neugierig gemacht. Man erhält als Student Einzelspuren von Aufnahmen, die im HOFA Studio oder unter Homerecording Bedingungen entstanden sind und erstellt daraus monatliche Praxismischungen. Diese Mischungen reicht man ein und erhält knapp 10 Tage später eine sehr ausführliche Analyse der Mischung zurück. Die Analyse teilt sich grob in zwei Bereiche auf. Zum Einen die Kritik, die sehr individuell gestaltet und äußerst hilfreich ist und zum Anderen die Dokumentation, wie HOFA den Song gemischt hat (dieser Teil sieht wohl bei allen Studenten ähnlich aus). Zusätzlich gibt es noch einen Referenzmix, mit dem man seine Mischung vergleichen kann.
Genau in diesem Lernansatz mit den Praxismischungen steckt das enorme Potenzial der Ausbildung. Du mischst einen Song und machst „Fehler“. Die Tutoren decken diese Fehler auf und zeigen dir, wie man es hätte besser machen können – klasse!
Theorie ist wichtig
Der theoretische Teil der Ausbildung ist gewissenhaft und professionell ausgearbeitet. Mir fiel es leicht das Vermittelte zu verstehen – im Vergleich zum praktischen Teil hat mir der Theorieteil aber nicht so viel gebracht (evtl. dadurch bedingt das ich vorab bereits entsprechende Fachbücher gewälzt hatte). Positiv anzumerken ist allerdings, dass der Theorieteil immer wieder mit Hörbeispielen veranschaulicht wird und dass am Ende jeder Lerneinheit Hörübungen durchzuführen sind – das lockert auf und bringt wieder mehr Praxis.
Zeiteinteilung
Damals lagen die Schätzungen der HOFA bei einem monatlichen Zeitaufwand von knapp 10 Stunden – mir hat diese Zeit nie gereicht. Geht man das Theoriematerial gewissenhaft durch, ist man damit durchschnittlich gut 3 Stunden beschäftigt. Die Praxismischung ist für mich der Zeitkiller gewesen – anfänglich beschäftige ich mich gute 15 Stunden mit einer Mischung und der anschließenden Analyse. Rechnet also eher mit guten 20 Stunden, die ihr über einen Monat verteilt für die Ausbildung aufbringen müsst.
Die Kosten-Nutzen-Rechnung
Damals habe ich knapp 1300€ für den PRO Kurs mit 12 Praxismischungen gezahlt. Das ist ein Hammerpreis! Wenn ich nur den Zeitaufwand für die Analyse der Praxismischung rechne (und mal großzügig abrunde) komme ich auf ca. 100€ für eine Analyse meiner Mischung. Btw. so eine Analyse wird immer von zwei Tutoren durchgeführt und ich schätze das hier insgesamt pro Analyse knapp 4 Mannstunden Arbeitsaufwand drin stecken. Laut Frau Milchmädchen wäre das ein Stundensatz von 25€ für Profifeedback.
So und jetzt bekommt ihr für die 25€ eben nicht nur das Feedback, sondern auch noch ein Jahr Zugang zum Online Campus und ein sehr gutes Theorieskript. Wem das nicht reicht, dem kann ich nur versichern, dass sich die HOFA Tutoren nicht lumpen lassen euch darüber hinaus bei Problemen gezielt mit Hilfe zur Seite zu stehen – sei es per Email oder telefonisch.
Preis-Leistung = Top!
Lessons Learned und Fazit
Ich habe es nicht bereut den HOFA Kurs gemacht zu haben, er hat mich auf meinem Weg vorangebracht und vor manch falscher Abzweigung bewahrt. Der Kurs alleine macht niemanden zum Audio-Engineer, aber er bereitet sehr gut auf die Aufgaben eines Audio-Engineers vor und bietet eine fundierte Basis für das weitere Lernen.
Während der Ausbildung ist mir mehr denn je bewusst geworden, dass neben all der Theorie die Praxis extrem wichtig ist. Deswegen nutzt die vielen Praxismischungen und lernt aus den Analysen!
Wem kann ich den Tontechnik-Fernkurs HOFA PRO empfehlen?
Ich kann diesen Kurs all denen nur wärmstens empfehlen, die sich mit der Materie Homerecording und Mixing schon eine gewisse Zeit beschäftigt und Wissen angeeignet haben. Es ist dabei egal, ob es sich um Halbwissen oder fundiertes Wissen handelt, denn im Laufe der Ausbildung werdet ihr zu unterscheiden wissen, welche Teile eures Könnens auf Halbwahrheiten beruhen und welche Teile durch die HOFA bestätigt werden. Vielleicht findet ihr auch den ein oder anderen Punkt, an dem ihr der Meinung seid, dass die HOFA „falsch“ liegt – das ist durchaus möglich, also bleibt kritisch und sobald ihr ein Themengebiet verstanden habt, hinterfragt es wieder – bleibt neugierig!
Habt Vertrauen darauf, dass die HOFA Tutoren ihr Fach verstehen – denn sie haben einen Namen zu verlieren und können sich nicht in die Anonymität des Internets verkriechen, wenn sie fachlichen Mist verzapfen 😉
In diesem Sinne – vielen Dank für die tolle Zeit als HOFA Student und die vielen Dinge, die ich lernen konnte!

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